18. BETRACHTUNG – Dein Blut komme über alle Menschen mit allen ihren Anliegen

Die Mitbeter werden merken, wie die Dimensionen des Lebens sich von Mal zu Mal immer weiter ausdehnen. Fast kann man von einer kosmischen Ausweitung des Betens sprechen. In der Tat ist der Mensch zwar in seinem Handeln begrenzt, in seinem Denken schon nicht mehr so und in seinem „Herzen“ ist er wirklich unbegrenzt. Jetzt sind alle Menschen und alle ihre Anliegen von den Betern in Verbindung mit Christus zu bringen. So wie die Menschen verschieden sind, so erst recht ihre Anliegen. Man muss sich recht in Acht nehmen, diese zu sortieren in sinnvolle und unsinnige.

Ich habe eher den Verdacht, dass die unsinnigen Anliegen in verstärktem Maße die Hilfe Gottes brauchen. Die eigenen Anliegen dürfen hier nicht zum Maßstab werden.

Die Wirkkraft des Blutes Jesu nur dann zu glauben, wenn es sich um Menschen mit frommen Anliegen handelt, versperrt den Lebensstrom zu den Bedürftigen. Bei diesem Gebetsteil könnte eine Art Retourkutsche in Bewegung gesetzt werden und nach den Anliegen der Betenden gefragt werden. Sind meine Anliegen schon einmal durch den Willen Gottes geprüft worden? Wir alle wollen aber darauf verzichten, Anliegen anderer zu zensieren und lieber zu beten beginnen: Jesu Blut komme über alle Menschen mit allen ihren Anliegen. Amen.

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