Editorial

Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Netz, das man ins Meer warf, um Fische aller Art zu fangen.
(Mt 13,47).

Christoph Friedrich Blumhardt (1842-1919) Wenn Jesus das Himmelreich nennt, will er nicht sagen, dass es ein übermenschliches, ein überirdisches Reich sei, nach dem er trachtet, sondern er will nur sagen: Es kommt wie vom Himmel herunter für uns, oder es kommt von Gott – deswegen heißt es auch das Reich Gottes. Aber es soll ganz ein Reich sein unter uns, so wie es die Menschen auf Erden nötig haben.

Ein Reich ist eine Herrschaft. Es ist nicht nur ein seliger Zustand, sondern es ist ein Zustand des Arbeitens und Schaffens, wie wir es auch gewöhnt sind, nur nicht in menschlicher Unvollkommenheit, durchsetzt mit Unwahrheit und Ungerechtigkeit, mit Lüge und Täuschung, sondern alles in Wahrheit und Gerechtigkeit, so dass es zum Glück aller derer ausschlägt, die im Himmelreich sind.

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