Editorial

Dies ist der 1. Artikel von 5 Artikeln zum Thema: Quatemberbote Nr. 251

Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Netz, das man ins Meer warf, um Fische aller Art zu fangen.
(Mt 13,47).

Christoph Friedrich Blumhardt (1842-1919) Wenn Jesus das Himmelreich nennt, will er nicht sagen, dass es ein übermenschliches, ein überirdisches Reich sei, nach dem er trachtet, sondern er will nur sagen: Es kommt wie vom Himmel herunter für uns, oder es kommt von Gott – deswegen heißt es auch das Reich Gottes. Aber es soll ganz ein Reich sein unter uns, so wie es die Menschen auf Erden nötig haben.

Ein Reich ist eine Herrschaft. Es ist nicht nur ein seliger Zustand, sondern es ist ein Zustand des Arbeitens und Schaffens, wie wir es auch gewöhnt sind, nur nicht in menschlicher Unvollkommenheit, durchsetzt mit Unwahrheit und Ungerechtigkeit, mit Lüge und Täuschung, sondern alles in Wahrheit und Gerechtigkeit, so dass es zum Glück aller derer ausschlägt, die im Himmelreich sind.

Das Reich Gottes ist nahe

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Das Reich Gottes von Anfang an

Im Glauben bleibt die Gewissheit, dass Gottes Reich besteht und auf seine Vollendung wartet. Weil Gott seine Schöpfung und die Welt liebt, wird er sie nicht den dämonischen Mächten preisgeben, und er wird trotz aller Mängel und Verschuldung seine Menschheit nie fallen lassen. „Mit der Bitte, Dein Reich komme, anerkennen wir den Primat Gottes, den Primat der Liebe“ 

(Papst Benedikt XVI. in seinem Buch: Jesus I).

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Von Anfang der Schöpfung an bezeugt die Bibel die Herrschaft Gottes über alle Welt. Bis heute kennen wir Weissagungen vom Sieg des Reiches Gottes (Ps 24,1) und von der Herrschaft Gottes sowohl über die Erwählung des Volkes Israel (5Mos 7,6), als auch über die gesamte Menschheits- und Gottesgeschichte (1Mos 14,19; Ps 24,3). Besonders die Propheten des Alten Bundes waren Bahnbrecher und Vorbereiter des Reiches Gottes und des Kommens des Messias. Sie erkannten aber noch wenig über den langen Zeitraum zwischen der ersten und zweiten Ankunft des Messias.

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Gottes Reich ist wie ein Netz

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… wie Christen heute am Reich Gottes bauen.

In einem Zeitungsbericht über eine Party in Berlin heißt es, dass es keine gewöhnliche Party sei. Vielmehr handle es sich dabei um ein Netzwerktreffen, und zwar ein christliches. Weiter wird dann geschrieben:

„Das macht Sinn, denn immerhin sind rund zwei Milliarden Menschen auf der Erde Christen. Die christlichen Kirchen bilden potentiell nicht nur eines der größten, sondern auch eines der ältesten Netzwerke der Welt.“

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Das Reich Gottes ist mitten unter euch.

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Die Welt ist voll…

Sr. Dorothea Vosgerau

„Die Welt ist voll der Wunden Gottes und Seiner geringsten Brüder. Jeder, der sich entzieht, tut der Liebe weh. In allem Elend aber erwartet uns Jesus. Und wo Er ist, ist die Hoffnung der Welt.“

So schrieben 1970 Brüder der Kommunität Christusträger, die in den 60er Jahren in Bensheim/Hessen aus einem Jugendkreis innerhalb der evangelischen Kirche gewachsen waren. Bereits 1963 reisten die ersten Schwestern nach Pakistan aus, um dort unter Leprakranken zu arbeiten. In der Folgezeit entstanden weitere Auslandsstationen. Heute leben und arbeiten Schwestern und Brüder an mehreren Standorten in Deutschland, in der Schweiz, in Pakistan, Afghanistan, Indonesien, Brasilien, Argentinien und im Kongo.
In diesem Jahr feiert die Kommunität ihr 50jähriges Bestehen. Wir drucken im Folgenden Auszüge aus einem Bericht der Brüder aus Kabul/Afghanistan vom April dieses Jahres ab.

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Reich Gottes: Leben aus dem Geist – geistvoll leben

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Das Bild von der Königsherrschaft Gottes

nach Marcus J.Borg – Jesus, der neue Mensch, Freiburg 1993, S.224f

Das Bild von der Königsherrschaft Gottes war eine der klassischen Weisen Israels, über das Verhältnis zwischen jener geistigen und dieser Welt zu sprechen. Wenn man von Gott als einem König sprach, dann sprach man zugleich von der Macht der anderen Welt, die in der irdischen wirksam sei: so etwa bei der Schöpfung, in entscheidenden Augenblicken der Geschichte (zum Beispiel beim Auszug aus Ägypten und bei der Rückkehr aus dem Exil) und am Ende der Zeit.

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