deditque – und Jesus gab das Brot den Jüngern

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Jetzt erst ist die Wandlung vollzogen; es gibt keine halbe Wandlung; es kann kein Schritt übersprungen werden. Erst wer diese Kämpfe durchsteht, der wird bereit und fähig zu einer wirklichen Hingabe. Das Brot, das Jesus verteilt, bei der Speisung der 5000 und beim heiligen Abendmahl, in der Eucharistie, das ernährt die Menschen. Jesus, der sich selbst brechen lässt und sich hingibt, wird für uns zur Nahrung. So soll es auch mit uns werden: Durch unser Leben sollen wir zur Speise, zur Kraftquelle für andere werden, füreinander, für unsere Kinder und für alle Menschen, die uns begegnen.

Schauen wir immer und vor allem auf Jesus selbst: Er ist durch das Kreuz hindurchgegangen und wurde so zur Gabe für uns, bis heute. Ein Mensch, der sein Kreuz annimmt und trägt, wird zur Kraftquelle. Vom Kreuz Jesu geht die Erlösung aus für die ganze Welt und Menschheit. Und so gehen immer auch Lebenskräfte aus von Menschen, die das ihnen zugemutete Kreuz tragen. Die Gewalt, die ihnen Zerbruch bringt, wandelt sie zu einer Gabe, die andere sättigt. In wirklich reifen Menschen spüren wir etwas von der Verkörperung des Evangeliums.

Jesus überzeugt, weil er sein Leben gegeben hat. Sein Opfer am Kreuz hat seine Lehre, seine Worte bestätigt und glaubwürdig gemacht. Erst nach Golgatha und Karfreitag reifte in der Sendung Jesu die bleibende Frucht des Lebens – die Auferstehung von den Toten. So wandelt sich also Brot zum Leib Jesu Christi. So wandelt sich der natürliche zum geistlichen Menschen. So wird göttliches, neues, ewiges Leben neu geboren.

Michael Decker (gekürzt und leicht bearbeitet)

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