37. BETRACHTUNG – Vereinige uns zu unserem ganzen Heil

Jetzt werden etliche Beter tief durchatmen: Endlich springt bei diesem Beten etwas für uns heraus. Darauf muss ich spontan antworten: Was heißt etwas?

Alles springt für uns heraus! Das ganze Heil! Dies beinhaltet nicht nur „dass ich in den Himmel komm“, sondern ein komplettes Heil. Darum sprechen wir vom ganzen Heil, das in den weiteren Benennungen sich selbst erklärt. Hier liegt der Unterschied zu den üblichen Bittgebeten, wo mehr oder weniger eine fromme Wunschliste Gott hingehalten wird. Da ist die Bewältigung des Lebens oder Vollmacht aus Heiligem Geist erbeten. Ja, so ist Gott, dass er sehr viele Kleinigkeiten des Daseins mit seiner Erhörung gelingen lässt. Und doch erinnert solcher Glaube an die berühmten Krämerseelen, die ohne es zu ahnen, sich um das Wesentliche betrügen; wo doch das Ziel der Erlösung durch Christus die Wiederherstellung des gottgewollten Menschen – besser noch ausgedrückt: der ganzen Menschheit ist. Darum hat das Wort UNSEREM so große Bedeutung. Da sind nicht nur die Sprechenden unseres Gebets gemeint; nein: Wir sprechen das aus für die ganze Menschheit, aber und vor allem als eine Konsequenz der Vereinigung im Herzen Jesu. Mit anderen Worten: Ohne diese Vereinigung wird sich kein ganzes Heil vollziehen. Welche Verantwortung für die getrennte Christenheit!

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