2. BETRACHTUNG – Herr JESUS Christus

 

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Wenn die Betenden Herr Jesus sprechen, so bekennen sie damit unausgesprochen ihren Glauben. Dieser Glaube verirrt sich nicht im Nebel irgendeines göttlichen Wesens. Es ist der Glaube an Jesus als den menschgewordenen Sohn des Vaters. Der ferne und erhabene Gott, der Vater, den wir bestaunen, ist in Jesus in besonderer Weise der gegenwärtige Gott. Die gewaltige Liebes- und Schöpferkraft Gottes, die mit Adam einen Höhepunkt erreichte, gipfelt in Jesus als dem zweiten Adam. Mit der Nennung des Jesus-Namens werden die Zusammenhänge des Liebesplans Gottes erkannt und bekannt.

Jesus spricht zum Beispiel gem. Joh 12,45: Wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat. Mit Jesus ist das Geheimnis der Gottesliebe sichtbar geworden. Das beinhaltet nicht nur Erlöser-Realität, sondern Ewigkeitsrealität. Mit Jesus tritt die Ewigkeit in die Zeit, denn so heißt es in 1Petr 1,20: ER ist zuvor ersehen, ehe der Welt Grund gelegt war, aber offenbart zu den letzten Zeiten um euretwillen.

Als Jesus das Hohepriesterliche Gebet zum Vater richtet, erwähnt er die Klarheit, die er bei ihm hatte, ehe die Welt war. Hier wird das Bild vom lieben Heiland, das auch stimmt, in eine kosmische Weite gedehnt, und zwar in Vergangenheit und Zukunft. 

Der Aufstand der Menschheit gegen Gott wird durch Jesu Identität mit dem Vater (bis hin zum bitteren Kelch) ein für alle mal gesühnt. Die neue Menschheit ist nicht nur konzipiert, sondern garantiert, dazu auch die neue Erde und der neue Himmel. (3)

ANMERKUNGEN

(3)

Der Name Jesus weist eindeutig auf den allmächtigen Gott hin, so wie auch der Träger dieses Namens durch seinen Wandel auf Erden ganz auf den Vater zentriert war. Den aramäischen Namen Jeschua kann man mit „Jahwe ist Rettung“ übersetzen. Die üblichen Vornamen der Menschen bezeichnen grossteils deren Art oder Beruf oder Herkunft. Im Judentum der damaligen Zeit wurde der Name Jeschua oft gebraucht und zeigt die wichtige Beziehung des alttestamentlichen Menschen zu Gott auf.

Nach dem Bericht der Heiligen Schrift ist zu schließen, dass die Inkarnation eine zwar nicht verstehbare, aber göttlichen Willens entsprechende Realität darstellt. Sogar die Namensgebung Jesu wurde von Oben in übernatürlicher Weise festgelegt. So erschien der Engel des Herrn auf je eigene Weise zu Josef und Maria: … des Name sollst du Jesus heißen (Lk 1,21 u. Lk 1,31). Vorausgehen musste die Einwilligung der Maria zur Jungfraugeburt Jesu, was allein schon eine unfassbare Gottestat darstellt. Hier wird nicht verfügt, sondern es vollzieht sich eine vorgeburtliche Willensverschmelzung zwischen Gottheit und Menschheit.

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