Schlagwort: Vaterschaft

Weiterführendes

Weil Gott die Liebe ist, ist er Vater

Ein charismatischer, vom Heiligen Geist gewirkter Aufbruch unserer Zeit ist die Spiritualität Chiara Lubichs (1920–2008), die ihre Mitte im Gedanken der Einheit hat gemäß dem Gebet Jesu an den Vater: Alle sollen eins sein: wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast (Joh.17,21). Chiara Lubichs Ansatz bei diesem zentralen Inhalt der neutestamentlichen Offenbarung erwuchs aus einer Neuentdeckung des Evangeliums während des Zweiten Weltkriegs, die im Rahmen der [[Fokolar-Bewegung]] zunächst unter katholischen Christen um sich griff und seit Beginn der 60er-Jahre immer mehr Christen verschiedener Kirchen erreicht hat.

Grundsätzliches

Leiden am und mit dem kranken Leib Christi

Bei der Frage nach dem Leiden an der Kirche, unter der Kirche und mit der Kirche stellt sich bei mir spontan der Gedanke ein: „Ja, was soll das, die Kirche gibt’s ja gar nicht, da geht’s schon los mit dem Problem!“ Insofern beginnt das Leiden schon allein beim Betrachten der christlichen Welt, wie sie in ihrer Zersplitterung, in ihrer Unübersichtlichkeit, in ihrem gleichgültigen Nebeneinander, in ihrem Gegeneinander und auch in ihren regional und kontinental so großen Unterschieden erscheint.