Wie war dein Urlaub? Wenn wir uns nach Ferienzeiten im Kollegium unserer Schule wieder begegnen, gibt es oft angeregte Unterhaltungen. Lebhaft werden Erlebnisse und Eindrücke ausgetauscht. Was der oder die Einzelne für erzählenswert, für besonders schön oder auch besonders ärgerlich hält, ist allerdings sehr unterschiedlich. Während für die einen das Wetter eine große Rolle spielt, waren andere mit durchwachsenem Wetter ganz zufrieden. Manche berichten von beeindruckenden Bauwerken, andere eher von Begegnungen mit Menschen. Die einen empfanden den Service im Hotel mangelhaft, andere waren begeistert von ihrer einfachen Unterkunft.
Was wir von der Wirklichkeit aufnehmen, hängt nicht allein von unseren physischen Wahrnehmungsfähigkeiten ab. Es kommt auf die Perspektive an, die jemand einnimmt. Je nach Charakter oder Gestimmtheit bewerten Menschen Gesehenes, Gehörtes oder Erlebtes tendenziell positiv oder eher skeptisch. Das wiederum hat Auswirkungen auf die Weise ihrer Wahrnehmung.

Entscheidend ist also nicht nur, was wir sehen, sondern vor allem, wie wir sehen.

“Seht hin!” – Wie sehen wir?

In den Altarräumen vieler Kirchen findet man neben der Heiligen Schrift Kerzen. Das scheint mir ein wichtiger Hinweis zu sein. Im Wort Gottes teilt uns Gott seine Wirklichkeit mit. Um sie aufzunehmen, greifen unsere gewohnten Perspektiven zu kurz. Wir brauchen Licht,

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