Editorial

Dies ist der 1. Artikel von 4 Artikeln zum Thema: Quatemberbote Nr. 258

Meister, wo wohnst du? (Joh 1, 38)

Eigentlich ist es eine merkwürdige Antwort, die die beiden Jünger des Johannes auf die Frage Jesu: Was sucht ihr? geben: „Meister, wo wohnst du?“ Suchen sie wirklich die Wohnung Jesu? Waren sie von seiner Frage so überrascht? Vielleicht hatten  sie überhaupt nicht damit gerechnet, dass Jesus  sie bemerkte, als sie ihm neugierig nachfolgten. Ich kenne das: Eine unerwartet gestellte Frage  und meine Antwort, die dann spontan, vorsichtig „harmlos“ bleibt und doch schier ungewollt den Kern trifft.

meister

Wo wohnst du?

Dies ist der 2. Artikel von 4 Artikeln zum Thema: Quatemberbote Nr. 258

Brigitte Horneber

Die beiden schlichten Fragen: Was sucht ihr? Wo wohnst du? deuten auf eine tiefere Dimension. Schon die Frage Jesu trifft uns existenziell. Was suchen wir zutiefst? Was ist unsere verborgene Sehnsucht? Welches Ziel verfolgen wir? Worauf kommt es mir in meinem Leben an? Wissen wir, was wir bei ihm suchen? Mit seiner Frage öffnet uns Jesus den Blick für das, worauf sein Leben eine Antwort gibt: auf die tiefste Sehnsucht des Menschen.
Wo wohnst du? So antworten Andreas und sein Freund, der hier unbenannt bleibt – womöglich ist es der Evangelist Johannes selbst. Es geht ihnen um mehr als nur darum, die Adresse Jesu zu erfahren. Sie, so heißt es, sind Jünger des Johannes des Täufers. Also zwei, die sich schon aufgemacht hatten, Vertrautes verließen um mit Johannes zu gehen. Damit hatten sie schon einmal einen ungewöhnlichen Schritt gewagt, gezogen von der Hoffnung, dass dieser Prediger in der Wüste Antworten für ihr Leben zeigt. Sie stehen für zwei Suchende voller Erwartung, die wach hinhören auf Johannes und bereit sind, ihr Leben durch seine Botschaft ändern zu lassen? Und jetzt sagt ihnen Johannes, ihr bisheriger Meister, als Jesus vorüber geht: Siehe, das Lamm Gottes (Joh 1, 36). Die beiden hören, schauen und folgten Jesus.

Weiterlesen

Zuhause bei Jesus und in der Computerwelt

Dies ist der 3. Artikel von 4 Artikeln zum Thema: Quatemberbote Nr. 258

Walter Goll

Josephcompany-2009SeptLeadershipRetreat2AdorationByBobFraser287An einer der besten Unis für Ingenieure, in Berkeley, Kalifornien, hatte er Computerwissenschaften studiert. Er gehörte zu den Besten seines Jahrgangs. Die Zukunft schien sehr verheißungsvoll. Drei Monate vor dem Abschluss waren die besten Voraussetzungen für eine tolle Karriere gegeben. Doch damals drohte diese reale Aussicht sich in Luft aufzulösen. Knapp ein Jahr zuvor hatte Bob Fraser etwas krisenhaft erlebt, das sein Leben außerordentlich stark veränderte.

Als überzeugter Atheist war er aufgewachsen. Für Christen an der Schule hatte er nur Spott

Weiterlesen

Seht auf und erhebt eure Häupter….

Dies ist der 4. Artikel von 4 Artikeln zum Thema: Quatemberbote Nr. 258

Walter Goll

Ein kurzer Rückblick…

…auf Tage der Einübung und Vertiefung im Sinn des Oekumenischen Christusdienstes
vom 2. bis 5. April 2013 in Ottmaring – mit Ausblick auf weitere Treffen.

In der Osterwoche trafen sich von Dienstag bis Freitag 23 Personen zu den oben genannten Tagen. Das war der Startschuss für eine Reihe von insgesamt sechs vorgesehenen Treffen in diesem und den beiden folgenden Jahren, die alle in Ottmaring stattfinden werden.

Die Tage Anfang April in Ottmaring waren von einem Dreiklang durchzogen:

  • „Seht auf!” – aus dem Gewohnten, aus dem Leid der Welt, denn Gott kommt. –
  • Seht ihn!” – er ist Mensch geworden, er starb für uns am Kreuz, er erfüllt sein Wort und:
  • Seht hin!” – er liebt seine Welt, er lebt mitten unter uns, er öffnet uns die Augen, er sendet uns.

Alle Teilnehmenden sind individuell beschenkt worden. Wir kamen aus der Sicht des Alltags und ließen uns den Blick weiten für die großen Anliegen Gottes. Gerade dieses gemeinsame Aufsehen zu Jesus schenkte neuen Mut für den Alltag. Er ist unser Meister und zugleich unser aller Diener. Biblische Impulse, Gespräche zur Vertiefung, Gebetszeiten und Gottesdienste und diesmal auch herausfordernde workshops waren abwechslungsreiche Gestaltungselemente. In den letzteren wurde bewusst ein neues Hinblicken auf die Welt geübt und reflektiert. Das Miteinander der sehr unterschiedlichen Teilnehmer war ein weiterer Aspekt der Bereicherung.

Mich persönlich hat der vertiefte Blick auf den Gekreuzigten neu fasziniert. Die Tiefen des Reichtums seiner Gnade, die aller Welt gilt, können nie genug ausgeschöpft werden. Diese Kraftwirkung des Kreuzes, das sonst im Wesentlichen abgelehnt wird, will uns täglich ergreifen und erfüllen, damit wir zum Segen für unsere konkrete Umgebung werden, weil die Liebe Gottes uns dazu befähigt. So soll der Dienst des Christus letztlich allen Geschöpfen Gottes zugute kommen.

Ich freue mich auf die weiteren Gelegenheiten, mit Christen unterschiedlichster Herkunft und Prägung mich dazu ermutigen zu lassen.

Die nächsten beiden Termine mit dem jeweiligen Thema stehen bereits fest:
6. bis 8. Dezember 2013:
Von der Not Gottes
– Gottes Leiden in und an der Welt
– Leben in ökumenischer Buße.

22. bis 25. April 2014
Priesterlich leben und dienen
– Lasst uns hinzutreten zum Thron der Gnade,
Hebr 4,16

Die weiteren Termine im Herbst 2014 und im Jahr 2015 werden später noch bekanntgegeben. Es gibt einen inhaltlichen Zusammenhang zwischen den verschiedenen Zusammenkünften. Dennoch können die Termine auch einzeln wahrgenommen werden.

Seite 1 von 11