Vom Glanz himmlischer Herrlichkeit

Walter Goll, Ottmaring
P1030098Es ist schon lange her, aber ich kann mich noch an Einzelheiten erinnern. Es war in Jerusalem. Kurz vor der Rückreise hatte ich noch die Gelegenheit, an einer Osternachtfeier teilzunehmen. Über die Kirche, in der sie stattfand, wusste ich nur wenig Bescheid. Eines war klar: Es war eine orthodoxe Kirche.

Frühmorgens gingen wir im Dunkeln durch Jerusalems Gassen und erreichten das Kirchengebäude. Irgendwie fremd war mir die ganze Sache schon, nicht nur wegen der anderen Sprache. Im dunklen Kirchenraum waren vielleicht hundert Personen versammelt. Es gab ein paar Männer in feierlichen Gewändern. Jeder der Gottesdienstbesucher bekam eine Kerze in die Hand. So standen wir in dieser geheimnisvoll anmutenden Gemeinschaft.
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Vom kostbaren Wort Gottes

Martin Gögler, röm.kath.Pfarrer i.R., Ottmaring
Die Reformation markiert eine echte Zäsur in der Geschichte allgemein und der Kirchengeschichte. Es ist der Beginn der Neuzeit, der Zeit, wo alte Ordnungen aufhören, das Leben der Menschen total zu prägen. Die Bibelübersetzung von Martin Luther ermöglicht vielen, die Bibel selber zu lesen. Das Wort Gottes wird neu entdeckt. Ganz starke Erneuerungsimpulse gehen davon aus. – Neu entdeckt?

Es lohnt sich, um Einseitigkeiten in der Bewertung zu vermeiden, ganz bewusst hinzuschauen, wie das denn mit dem Wort Gottes war in der Zeit vor 1500, alle die Jahrhunderte zurück bis zur Urfassung der ntl. Schriften im 2. Jahrhundert.
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Gemeinschaft in der einen Kirche

Irmgard Reusch, Hohenstein-Bernloch
Im Blick auf die „Ökumenischen Kirchentage“ beschäftigt viele Christen die Frage nach der Abendmahlsgemeinschaft zwischen den verschiedenen Konfessionen. Das gilt auch für konfessionsgemischte Ehen und Familien. Denn die gemeinsame Feier der Eucharistie, also miteinander am Abendmahl teilzuhaben, verbindet die Eheleute, ebenso die Kinder dieser Familien mit ihren Eltern. – Wie weit ist es möglich, diese Gemeinschaft zu praktizieren?
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Wie Jesus den Willen des Vaters tun.

Bruder Johannes Junger
Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf (Joh 1,11).

Hier rühren wir an den großen Schmerz Gottes.

Er, das ist der Logos, das ewige Wort, das von Anfang an war. Er ist es, in dem alles geschaffen ist, auf den hin alles ist und in ihm erhalten wird (Kol 1). Es ist Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist.

Sein Eigentum: Das ist seine ganze Schöpfung, die Menschheit und Welt. Im Besonderen darin sein Volk Israel, das er auserwählt hat vor allen Völkern. Gott hat es zum Licht der Heiden berufen, dass es Gottes Heil bis an die Enden der Erde bezeugen soll (vgl. Ex 19,5ff; Jes 49,6).

Die Seinen, das sind zunächst die Glieder des Volkes Israel, und auch wir – die Glieder des Volkes Gottes aus den Nationen bis heute.
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Was bedeutet „mit Maria?“

Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir!
Sei gegrüßt, der geheimnisvolle Ratschluss ist dir anvertraut;
sei gegrüßt, Vertrauende, da es des Schweigens bedarf.
Sei gegrüßt, der Wunder Christi bist du der Anbeginn;
sei gegrüßt, der Inbegriff von allen seinen Lehren bist du.
Sei gegrüßt, unsere Brücke von der Erde zum Himmelreich.
Sei gegrüßt, von den Engeln wieder und wieder erwogenes Wunder;
sei gegrüßt, du für die Widersacher heillose Wunde.
Sei gegrüßt, empfangen hast du unsagbar das Licht;
sei gegrüßt, niemanden hast du gelehrt, wie solches geschieht.
Sei gegrüßt, die der Weisen Weisheit übertrifft;
sei gegrüßt, die der Gläubigen Glauben vertieft.
Sei gegrüßt, du jungfräuliche Mutter!
maria
Aus dem Hymnus Akathisthos der orthodoxen Kirche – nach dem Engelgruß an Maria (Lk.1,28)

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