Europäischer St.-Ulrichs-Preis für „Miteinander für Europa“

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Dillingen (idea) – Die ökumenische Initiative „Miteinander für Europa“ hat am 3. Mai den Europäischen St.-Ulrichs-Preis erhalten. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert. Sie wird seit 1993 von der Europäischen St.-Ulrichs-Stiftung des Landkreises und der Stadt Dillingen an der Donau verliehen. „Miteinander für Europa“ verbindet rund 300 christliche Bewegungen und Gemeinschaften über konfessionelle Grenzen hinweg. In der Begründung für die Preisverleihung heißt es: Mit dem Netzwerk sei eine „Bewegung der Hoffnung entstanden, die vom Geist des Evangeliums inspiriert und in ganz Europa Menschen zum Einsatz für unsere Gesellschaft motiviert“. Die Laudatio hielt der Präfekt der vatikanischen Ordenskongregation, der Brasilianer Joao Braz de Avis. Er würdigte das ökumenische Wirken des Netzwerks.
Es schaffe immer wieder Räume der geschwisterlichen Begegnung und einer gegenseitigen Liebe zwischen den Kirchen. Den Preis nahmen zwölf Repräsentanten von „Miteinander für Europa“ während eines ökumenischen Gottesdienstes entgegen, darunter Priorin Anna-Maria aus der Wiesche (Communität Christusbruderschaft Selbitz), Friedrich Aschoff (Geistliche Gemeinde-Erneuerung in der evangelischen Kirche) und Gerhard Proß (CVJM Esslingen), Mitglied des internationalen Leitungsteams von „Miteinander für Europa“. Er kündigte in seiner Dankrede an, dass das Preisgeld der Jugendarbeit und Menschen in Osteuropa zugute kommen werde. Die Europäische St.-Ulrichs-Stiftung, die den Preis alle zwei Jahre vergibt, will die Einheit Europas in christlich-abendländischer Tradition fördern. Sie ist benannt nach Bischof Ulrich von Augsburg (890-973), der im Jahr 993 heiliggesprochen wurde. Unter den bisherigen Preisträgern sind Altbundeskanzler Helmut Kohl und der frühere polnische Präsident Lech Walesa.
Quelle: Idea

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