GGE legt Schuldbekenntnis ab!

GGE-Treffen„Schmähung und Verurteilung der Juden durch den Reformator Martin Luther und unsere Kirche“, „konfessionelle Spaltung“, „Umdeutung der Bibel seit der Aufklärung“, „Anfälligkeit der Kirche für den Zeitgeist“

Chemnitz (kath.net/idea)
Während eines Kongresses Geistlichen Gemeinde-Erneuerung (GGE) in der evangelischen Kirche wurde ein Schuldbekenntnis vor Gott abgelegt. Darin heißt es: „Wir bekennen Dir die Schmähung und Verurteilung der Juden durch den Reformator Martin Luther und unsere Kirche. – Vater, vergib!“ Um Vergebung gebeten wird zudem für die Verfolgung und Tötung von täuferisch gesinnten Christen, für die Ablehnung der Geistesgaben und die Zweifel gegenüber dem Heiligen Geist, die konfessionelle Spaltung, Glaubenskriege und Blutschuld im Namen der Kirche. Ferner wurde Schuld bekannt für die Umdeutung der Bibel seit der Aufklärung, die Kompromisse mit herrschenden Ideologien und die Anfälligkeit der Kirche für den Zeitgeist sowie die Verfälschung des Evangeliums während des Nationalsozialismus. Das Schuldbekenntnis wurde bei der 5. Deutschland-Konferenz der GGE abgelegt, die Konferenz fand, die vom 29. Mai bis 1. Juni mit 550 Teilnehmern in Chemnitz statt.

GGE – Geistliche Gemeinde-Erneuerung

Kirchenspaltungen: Papst bittet um Vergebung

10367727_10152411514282270_5935476185847609309_n

Papst Franziskus hat um Vergebung für die Kirchenspaltungen der Vergangenheit gebeten. Er bete darum, „dass wir die Wunden heilen, die wir den anderen Brüdern zugefügt haben“, sagte er am Mittwoch bei der Generalaudienz in Rom: „Ich bitte um Vergebung für das, was wir getan haben, um diese Spaltung noch zu vertiefen.“

Bei seiner Heilig-Land-Reise vor wenigen Tagen habe er gemeinsam mit dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus I., die „Bitterkeit der Spaltungen“ gespürt, die noch unter Christen bestünden. „Wie weh das tut!“ rief das katholische Kirchenoberhaupt aus. Doch bereits jetzt könnten Christen gemeinsam beten und sich für den Frieden einsetzen, sagte er unter Anspielung auf den Nahost-Konflikt.

Die Präsidenten Israels und der Palästinenser, Schimon Peres und Mahmud Abbas, habe er zu einem gemeinsamen Gebet nach Rom eingeladen, da er beide als „Männer des Friedens“ erlebt habe, sagte der Papst. An die Christen weltweit appellierte er, für Frieden zwischen Israelis und Palästinensern zu beten.

Beten wir inständig dafür das der Heilige Geist Einheit bewirkt. In den Herzen zuerst. Nicht bei diesen beiden Männern. sondern in den Herzen aller Nachfolger Jesu.

Tun wir Buße, da wo wir gefehlt haben und Ungehorsam waren. Der Herr ist gnädig und vergibt. Bewahre er uns vor Leichtfertigkeit und Oberflächlichkeit. Er hat uns zu Brüdern und Schwestern gemacht. Wir sind eine Familie. Leben wir auch danach, im täglichen, in den zahlreichen Begegnungen. Es gibt doch nichts schöneres als Familienmitglieder kennenzulernen denen man noch nie begegnet ist.

(Foto: Michael Hesemann)

Europäischer St.-Ulrichs-Preis für „Miteinander für Europa“

10293697_770562022976538_6924918803028046743_o
Dillingen (idea) – Die ökumenische Initiative „Miteinander für Europa“ hat am 3. Mai den Europäischen St.-Ulrichs-Preis erhalten. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert. Sie wird seit 1993 von der Europäischen St.-Ulrichs-Stiftung des Landkreises und der Stadt Dillingen an der Donau verliehen. „Miteinander für Europa“ verbindet rund 300 christliche Bewegungen und Gemeinschaften über konfessionelle Grenzen hinweg. In der Begründung für die Preisverleihung heißt es: Mit dem Netzwerk sei eine „Bewegung der Hoffnung entstanden, die vom Geist des Evangeliums inspiriert und in ganz Europa Menschen zum Einsatz für unsere Gesellschaft motiviert“. Die Laudatio hielt der Präfekt der vatikanischen Ordenskongregation, der Brasilianer Joao Braz de Avis. Er würdigte das ökumenische Wirken des Netzwerks. Weiterlesen