Papst traf charismatische Bewegung: Aufruf zu Einheit, Kritik an Autoritarismus

Es war ein Aufruf zur Einheit der Christen und zum Frieden in der Welt – das Ökumene-Treffen der charismatischen Bewegung „Rinnovamento nello Spirito“, „Erneuerung im Heiligen Geist“, mit Papst Franziskus am Freitagabend auf dem Petersplatz. Rund 30.000 Teilnehmer verschiedener christlicher Konfessionen aus aller Welt sorgten bei warmen Sommerwetter für eine abwechslungsreiche Begegnung mit Gebet, Gesang und Zeugnissen engagierter Christen.

„Möge der Heilige Geist uns zur Einheit führen. (…) Die Geschichte hat uns getrennt – hilf uns, o Jesus, auf dem Weg der Einheit zu gehen oder auf dem der versöhnten Verschiedenheit“, lautete das spontane Eingangsgebet des Papstes, mit dem Franziskus das Treffen eröffnete. Seine Zuhörer rief er zur „Einheit in Vielfalt“ auf: Wie in einem Orchester solle sich die charismatische Bewegung gerade dadurch auszeichnen, dass sie verschiedene Spielarten des Glaubens in sich vereinige und die Vielfalt der Charismen zum Klingen bringe. Gemeinsames Band hier sei die Taufe, so Franziskus, die Erneuerung im Heiligen Geist. Entschieden wandte sich der Papst gegen Exklusion und Selbstbezug der Bewegung: „Man kann zum Beispiel nicht sagen: ,Wir sind der benannte katholische Teil der Bewegung und ihr nicht.‘ Das kann man nicht sagen. Bitte, Geschwister, der Heilige Geist wirkt, wo, wann und wie er will. Einheit in der Vielfalt ist die Wahrheit, die Jesus selbst entspricht.“

Papst verurteilt Machtstreben in der Kirche

Klare Worte fand Franziskus mit Blick auf den Missbrauch von Führungspositionen innerhalb der Kirche: Er

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John Wesley

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Heute (28. Juni 2015) vor 312 Jahren wurde John Wesley geboren. Als er im Alter von 87 Jahren starb, hatte er 42400 (!) Predigten gehalten. Waren die sozialen Zustände Englands vor dem Beginn seines Wirkens besorgniserregend (grassierender Alkoholismus, Prostitution, schreckliche Arbeitsbedingungen in Fabriken etc.), begannen maßgeblich gefördert durch sein Wirken: Abschaffung der Sklaverei, Armenschulen, Verbesserung der medizinischen Versorgung, Volkshochschulen, Waisenhäuser, soziale Reformen für Schifffahrt, Fabriken und Gefängnisse, Reformierung des Strafwesens, Eindämmung des Alkoholismus. Am Ende seines Lebens war England tiefgreifend verändert. Schon als junger Mann schloss er sich mit anderen entschiedenen Christen zusammen: „Sie studierten täglich drei Stunden das Neue Testament, fasteten zweimal wöchentlich, besuchten Gefangene, Kranke und Arme und spendeten alles Geld, das sie nicht unbedingt zum Lebensunterhalt brauchten. „ (Wikipedia). Seine Lebensregel war: 8h Gebet pro Tag, 8h Schlaf, 8h Predigen. Seine erste Predigt am Tag war meistens um 5:00 Uhr und zog mitunter schon 20.000 Zuhörer an. Er lebte ein Leben, das völlig hingegeben war an die Rettung von Seelen und die Verkündigung des Evangeliums. Es waren Männer wie er, die unsere heutige freie westliche Gesellschaft prägten (deren unersetzliche Fundamente wir gerade in die Mottenkiste zu verfrachten uns anschicken).

Herr, erwecke auch heute Männer und Frauen wie John Wesley. Menschen, die sich hingeben an Deinem Dienst, anstatt um sich selbst und ihr kleines Wohlergehen zu kreisen!! Es sind jene, die einen bleibenden Unterschied machen.

Meine Lieblingszitate von ihm:

„Give me one hundred men who fear nothing but sin and desire nothing but God, and I care not whether they be clergyman or laymen, they alone will shake the gates of Hell and set up the kingdom of Heaven upon the earth.”
Und: „God does nothing but in answer to prayer. Every new victory is the effect of a new prayer.“

Autor: Dr. Johannes Hartl, Leiter Gebetshaus Augsburg

Der Papst bittet Protestanten um Vergebung

Papst Franziskus bittet die Waldernser: "Im Namen Christi, vergebt uns!“ Foto: picture-alliance/Stefano Spaziani

Papst Franziskus bittet die Waldernser: „Im Namen Christi, vergebt uns!“
Foto: picture-alliance/Stefano Spaziani

Turin (Quelle: idea) – Papst Franziskus hat die älteste evangelische Kirche um Vergebung für die historische Verfolgung durch die römisch-katholische Kirche gebeten. Bei einem Besuch der waldensischen Kirche „Tempio“ (Tempel) in Turin am 22. Juni sagte er: „Ich bitte euch von Seiten der katholischen Kirche um Vergebung für all jene unchristlichen, ja unmenschlichen Handlungen und Einstellungen, die wir in der Geschichte, vermeintlich im Namen Christi, gegen euch gerichtet haben. Im Namen Christi, vergebt uns!“ Es war der erste Besuch eines Papstes in einer Waldenser-Gemeinde. Diese älteste evangelische Kirche hat weltweit etwa 100.000 Mitglieder. Gründer war der französische Kaufmann Petrus Waldes (1140-1206), der unter anderem wegen seiner Ablehnung von Ablass, Fegefeuer und Fürbitten für Verstorbene von der katholischen Kirche als Ketzer bezeichnet wurde. Die Gemeinschaft breitete sich nach massiven Verfolgungen in Frankreich und Italien in Mitteleuropa aus und schloss sich nach der Reformation vielfach evangelischen Kirchen an. In Italien vereinte sie sich 1979 mit den Methodisten und hat dort etwa 21.000 Mitglieder.

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MEHR2015 – Die Gottesfurcht als Lebensquell entdecken!

Benjamin Rennert/kath.net
Bei der MEHR-Konferenz des Gebetshauses Augsburg hörten viele Christen zeugnishafte Glaubensverkündigung kombiniert, mit tiefgehender theologischer Lehre.

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Unter dem Titel „Seht, ich tue etwas Neues (Jesaja 43,19)“ fand in Augsburg vom 3.-6. Januar die MEHR2015-Konferenz statt. Die „MEHR“ ist ein vom Gebetshaus in Augsburg initiiertes jährliches Treffen von Christen aller Konfessionen, die gemeinsam beten und in Lobpreis und Fürbitte „mehr von Gott“ erfahren möchten. Grundlegend dabei ist eine Überzeugung, die sich in einer wachsenden, weltweiten Bewegung von Gebetshäusern Ausdruck schafft: Dass Gott es wert ist, rund um die Uhr in Lied und Gebet angebetet und verherrlicht zu werden, und: Dass dieser Dienst für den Verkündigungsauftrag der Kirche in dieser Zeit lebenswichtig ist. Der Augsburger Gebetshausleiter und katholische Theologe Dr. Johannes Hartl unterstrich dies mit den Worten: „Wo es im Neuen Testament um die Effektivität der Jünger Christi geht, ist immer von Gebet die Rede.“

Mit über 4500 Teilnehmern und mindestens 10 000 Zuschauern am Webstream war die Konferenz in diesem Jahr größer denn je. In den Programmpunkten kamen wie schon in den vergangenen Jahren diejenigen Elemente zum Tragen, die das Augsburger Gebetshaus charakterisieren und seit seiner Gründung 2005 für immer mehr Christen in Deutschland zu einer geistlichen „Tankstelle“ machen:

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  • Eine aus der Liebe zu Gott erwachsende Begeisterung für das Gebet; gepaart mit einem eigenen energischen Stil von Lobpreis, der von leidenschaftlichen und exzellenten jungen Musikern kultiviert wird;
  • die Kopplung von zeugnishafter Glaubensverkündigung mit tiefgehender theologischer Lehre;
  • die Reflexion der „Zeichen der Zeit“: Wo steht die Kirche, wo steht das Christentum in Deutschland und Europa – was ist das größere Bild, an dem wir als Gläubige mitarbeiten, und wie können wir das tun?

All dies fand auf internationaler wie interkonfessioneller Basis statt: Hunderte Teilnehmer reisten vor allem aus osteuropäischen Ländern an, und es gab neben katholischen auch lutherische Gottesdienste. Als Referenten waren neben Dr. Johannes Hartl unter anderem anwesend: Der Bischof von Augsburg Dr. Konrad Zdarsa; Allen Hood, Direktor der „IHOP University“ und Theologe (M. Div., Asbury Theological Seminary); P. Karl Wallner, Zisterziensermönch und Rektor der päpstlichen Hochschule für Theologie Heiligenkreuz.

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Bischof Stefan Oster – Oekumene

Stefan Oster ist gelernter Journalist und seit fünf Monaten der jüngste Diözesanbischof Deutschlands. Im Interview spricht der 48-Jährige darüber, wie sein erster Beruf als Journalist ihm jetzt noch hilft, was er von seinen älteren Kollegen lernen kann und warum Oekumene gar nicht so schwer sein muss.

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