Monat: Dezember 2013

Quatemberbote Nr. 254

Editorial

„Hoffentlich…“ – sagen wir mehrmals jeden Tag. „Hoffentlich geht es dir gut!“ – „Hoffentlich bleibt sie gesund!“ – „Hoffentlich hört es bald auf!“ … Das sagt sich schnell dahin. Im Inneren bewegt uns dabei aber die Kraft, die unsere Lebensspannung erhält. Denn wir wissen (auch unbewusst): Wer die Hoffnung bewahrt, besteht die Gegenwart und gewinnt die Zukunft. Dagegen: Wer die Hoffnung verliert, versäumt die Gegenwart und gibt die Zukunft preis.

Quatemberbote Nr. 254

Hoffnung erkennen

Er spricht mich an, ich halte ihn für zutreffend und freue mich, dass es hier gelungen ist, eine geistliche Wahrheit knapp, umfassend und trotzdem klar auszudrücken. Aber kurz danach gehe ich zur Tagesordnung über, das Gelesene oder Gehörte wird vergessen, anderes wird wichtig. Ich hatte es nur mit dem Kopf verstanden; es ist nicht tiefer gesunken, hat sich nicht in mir eingewurzelt, mir keine konkreten Schritte eröffnet und damit hat dieses Wissen mich, bzw. mein Leben nicht verändert.

Quatemberbote Nr. 254

Hoffnung wagen

C.[[Andrew White]], Jahrgang 1964, ist anglikanischer Pfarrer und Arzt. Lange wirkte er an der Kathedrale von Coventry. Seit dem Ende des Irakkriegs engagiert er sich trotz seiner schweren Multiple-Sklerose-Erkrankung in Bagdad. Hinter den Kulissen übt er eine Friedensmission, die verfeindete Menschen in Verbindung bringt. Täglich setzt er in der Hoffnung auf Versöhnung sein Leben aufs Spiel.

Quatemberbote Nr. 254

Hoffnung gestalten

In der Notzeit des Dreißigjährigen Krieges vertrat Johann Amos Comenius, der große Pädagoge des 17. Jahrhunderts und Bischof der sterbenden Brüderkirche, bereits den modernen ökumenischen Gedanken. Comenius beklagte die Aufsplitterung der Christen in Konfessionen, Meinungen und Riten und hielt auch die Reformation für noch unabgeschlossen, weil sie die Menschen noch nicht genügend auf ein Leben in den Fußspuren Jesu geführt habe. – In der Kirchengeschichte hat die Person und ihr Wirken helle Hoffnungszeichen gesetzt, an die wir gerne erinnern.