Monat: Oktober 2013

Quatemberbote Nr. 259

Christliche Existenz inmitten einer muslimischen Umwelt

Hat die Präsenz einer kleinen christlichen Gemeinschaft in einem muslimischen Land, in dem extremistische Kräfte immer mehr Einfluss gewinnen und die Möglichkeiten christlicher Aktivität zunehmend einschränken, einen Sinn? Diese Frage stellten sich die Trappisten-Mönche in dem kleinen Bergdorf Tibhirine, Algerien, Anfang der neunziger Jahre. Mit der Verschärfung der politischen Situation und den zunehmenden Unruhen im Land gewann sie für jeden einzelnen der französichen Ordensmänner immer stärkere und existenziellere Bedeutung.

Quatemberbote Nr. 258

Editorial

Eigentlich ist es eine merkwürdige Antwort, die die beiden Jünger des Johannes auf die Frage Jesu: Was sucht ihr? geben: „Meister, wo wohnst du?“ Suchen sie wirklich die Wohnung Jesu? Waren sie von seiner Frage so überrascht? Vielleicht hatten sie überhaupt nicht damit gerechnet, dass Jesus sie bemerkte, als sie ihm neugierig nachfolgten. Ich kenne das: Eine unerwartet gestellte Frage und meine Antwort, die dann spontan, vorsichtig „harmlos“ bleibt und doch schier ungewollt den Kern trifft.

Quatemberbote Nr. 258

Wo wohnst du?

Die beiden schlichten Fragen: Was sucht ihr? Wo wohnst du? deuten auf eine tiefere Dimension. Schon die Frage Jesu trifft uns existenziell. Was suchen wir zutiefst? Was ist unsere verborgene Sehnsucht? Welches Ziel verfolgen wir? Worauf kommt es mir in meinem Leben an? Wissen wir, was wir bei ihm suchen? Mit seiner Frage öffnet uns Jesus den Blick für das, worauf sein Leben eine Antwort gibt: auf die tiefste Sehnsucht des Menschen.
Wo wohnst du? So antworten Andreas und sein Freund, der hier unbenannt bleibt – womöglich ist es der Evangelist Johannes selbst. Es geht ihnen um mehr als nur darum, die Adresse Jesu zu erfahren. Sie, so heißt es, sind Jünger des Johannes des Täufers. Also zwei, die sich schon aufgemacht hatten, Vertrautes verließen um mit Johannes zu gehen. Damit hatten sie schon einmal einen ungewöhnlichen Schritt gewagt, gezogen von der Hoffnung, dass dieser Prediger in der Wüste Antworten für ihr Leben zeigt

Quatemberbote Nr. 258

Zuhause bei Jesus und in der Computerwelt

An einer der besten Unis für Ingenieure, in Berkeley, Kalifornien, hatte er Computerwissenschaften studiert. Er gehörte zu den Besten seines Jahrgangs. Die Zukunft schien sehr verheißungsvoll. Drei Monate vor dem Abschluss waren die besten Voraussetzungen für eine tolle Karriere gegeben. Doch damals drohte diese reale Aussicht sich in Luft aufzulösen. Knapp ein Jahr zuvor hatte Bob Fraser etwas krisenhaft erlebt, das sein Leben außerordentlich stark veränderte.