Monat: August 2013

Weiterführendes

Von Gott gerufen

Gott baut immer wieder Menschen in die Geschichte Jesu ein, damit durch das Evangelium Menschen gerufen, gerettet und gesendet werden. Am Beginn des dritten Jahrtausends erklingt in der Welt erneut die Einladung, die Petrus zusammen mit den ersten Jüngern von Jesus hörte: „Fahrt hinaus auf den See, dort werft eure Netze zum Fang aus“ (Luk 5,4). Das macht deutlich, dass die Geschichte dieses Zeitalters in erster Linie dazu bestimmt ist, dass sich das Gottesvolk, der Leib Christi herausbilde, vor dem Anbruch des messianischen Reiches. So liegt der Sinn der Umkehr eines Menschen zu Gott hin darin, über das Eigene und Persönliche hinaus, in das Ganze des Reiches Gottes zu gelangen. In seiner letzten Enzyklika (Spe salvi) hat Papst Benedikt XVI. darauf verwiesen, dass unser Christsein nicht im Persönlichen und Privaten stecken bleiben darf, sondern dass wir zur Hoffnung für Gott und die Menschen unser Leben hergeben sollen.

Quatemberbote Nr. 253

Editorial

Zur Freiheit berufen Der jüdische Gelehrte [[Michael Walzer]] beschließt sein epochales Werk „Exodus and Revolution“ mit einer dreifachen Charakterisierung dieser (heils-)geschichtlich einschneidenden Erfahrung:…

Quatemberbote Nr. 255

Reich Gottes Freiheit

Der Apostel Paulus war innerlich empört. Bei einem Rundgang durch die Stadt sah er, wie viele Götterbilder es in Athen gab. Vermutlich atmete er auf, als er einen Altar entdeckte mit der Inschrift: „Für einen unbekannten Gott”. Als sich die Philosophen später für die Lehre des Apostels interessierten, konnte er daran anknüpfen: Ihr Männer von Athen! Ich sehe, dass es euch mit der Religion sehr ernst ist. Ich bin durch eure Stadt gegangen und habe mir eure heiligen Stätten angesehen. Dabei habe ich auch einen Altar entdeckt mit der Inschrift: „Für einen unbekannten Gott”. Was ihr da verehrt, ohne es zu kennen, das mache ich euch bekannt. Es ist der Gott, der die Welt geschaffen hat und alles, was darin lebt. Als Herr über Himmel und Erde wohnt er nicht in Tempeln, die ihm die Menschen gebaut haben (Apg 17,22ff).

Quatemberbote Nr. 253

Schaut in das Gesetz der Freiheit (Jak 1,25)

Nathan Scharansky war neun Jahre lang unvorstellbaren Torturen ausgesetzt. Im sibirischen GULag litt er Hunger, Einsamkeit und Kälte – Schmerzen an Leib und Seele. Er wusste, sein Leben hätte jeden Tag entweder gewaltsam enden oder auch erleichtert werden können. Ein Satz der Reue, ein entschuldigendes Wort über seine „antisowjetischen Aktivitäten“ wäre der Schlüssel zur Freiheit gewesen. Warum hat Scharansky der Verlockung widerstanden?