Weitere Gebete
auch als PDF zum download
![]()
Lasset uns im Frieden zum Herrn beten:
Für alle Mühseligen und Beladenen -
für alle Kranken, Alten und Gebrechlichen,
für Alle Einsamen und Irrenden - für alle, die Gott nicht suchen.
Lasset zum Herrn uns beten: Herr, erbarme dich.
Für alle eitlen, neidischen, hassenden Menschen -
für unsere Feinde und Widersacher,
gleichwie für alle unsere Freunde, Wohltäter und Nächsten.
Lasset zum Herrn uns beten: Herr, erbarme dich.
Für alle, die sich an der Kreatur,
der Ordnung und Materie versündigen -
für alle Gewalttätigen, Mörder und Mächtigen,
die erbarmungslos mit Hilflosen sind.
Lasset zum Herrn uns beten: Herr, erbarme dich.
Für alle, die Liebe, Reinheit und Treue schänden,
für alle, die Amt und Macht missbrauchen,
für alle, die ihr Wohlergehen auf Leid und Not
ihrer Mitmenschen aufbauen,
für alle, die Schuldlose leiden lassen, um sich selbst zu retten.
Lasset zum Herrn uns beten: Herr, erbarme dich.
Wegen unserer eigenen Armseligkeit und Selbstsucht
Lasset zum Herrn uns beten: Herr, erbarme dich.
Aller verstorbenen, lebenden und kommenden Menschen eingedenk,
wollen wir einander um Verzeihung bitten und uns ganz der
Macht und Liebe des Schöpfers hingeben.
(aus dem großen Fürbittengebet der orthodoxen Tradition)

dich, Herr, bekennen wir;
dich, ewiger Vater, betet der ganze Erdkreis an.
Dir jauchzen alle Engel laut,
dir die Himmel und alle Gewalten,
die Cherubim und Seraphim
mit unaufhörlicher Stimme:
Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr Zebaoth;
Voll sind Himmel und Erde von deines Ruhmes Majestät.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist
wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit
und in Ewigkeit.
Amen.

aus Deiner Hand.
Das ist meine Wahrheit
und meine Freude.
Immerfort blickt mich Dein Auge an,
und ich lebe aus Deinem Blick,
Du mein Schöpfer und mein Heil.
Lehre mich,
in der Stille Deiner Gegenwart
das Geheimnis zu verstehen,
dass ich bin.
Und dass ich bin
durch Dich
und vor Dir
und für Dich.
Romano Guardini

ich überlasse mich Dir.
Mach mit mir, was Dir gefällt.
Was Du auch mit mir tun magst,
ich danke Dir.
Zu allem bin ich bereit,
alles nehme ich an;
wenn sich an mir nur Dein Wille erfüllt
und an allen Deinen Geschöpfen,
so ersehne ich weiter nichts, mein Gott.
In Deine Hände lege ich meine Seele,
ich gebe sie Dir, mein Gott,
mit der ganzen Liebe meines Herzens,
weil ich Dich liebe
und weil diese Liebe mich treibt,
mich Dir hinzugeben,
mich in Deine Hände zu legen ohne Maß
mit einem grenzenlosen Vertrauen,
denn Du bist mein Vater.
Charles de Foucauld

das Brausen seiner Wellen und das Toben der Völker.
Wir sind so kleingläubig in solchen Stunden,
wo wir am meisten Glauben beweisen sollten.
Lass alle unsere Furcht versenkt werden
in die Tiefe Deiner Liebe in Christo!
O Herr, wir nehmen mit Unrecht Anstoß
an der Verwirrung der Zeit;
denn Du wirst lauter Wunder
Deines Reiches daraus machen,
die wir jetzt nicht sehen können.
Dein Heil ist unter diesem allem denen nahe,
die Dich fürchten.
Friedrich Christoph Oetinger

da bist du mir geboren
und hast mich dir zu eigen gar,
eh ich dich kannt, erkoren.
Eh ich durch deine Hand gemacht,
da hast du schon bei dir bedacht,
wie du mein wolltest werden.
Ich lag in tiefster Todesnacht,
du warest meine Sonne,
die Sonne, die mir zugebracht
Licht, Leben, Freud und Wonne.
O Sonne, die das werte Licht
des Glaubens in mir zugericht',
wie schön sind deine Strahlen!
Ich sehe dich mit Freuden an
und kann mich nicht satt sehen;
und weil ich nun nichts weiter kann,
bleib ich anbetend stehen.
O dass mein Sinn ein Abgrund wär
und meine Seel ein weites Meer,
dass ich dich möchte fassen!
Paul Gerhardt

Gebet 06 als PDF zum download
Schaue huldvoll auf das gläubige Vertrauen Deiner ganzen Kirche und schenke ihr in Gnaden Einheit und Frieden gemäß Deinem heiligen Willen!
Wie aus ungezählten Ähren auf aller Welt Dein Brot und aus gar vielen Trauben Dein Wein auf dem Altar eine heilige Opfergabe wird und ein Leib Christi, so laß uns alle eins sein, denen Dein ewigeinziger Sohn in der Menschwerdung Bruder wurde, alle, für die er sein Leben hingab zur Erlösung, alle, denen er durch die Wiedergeburt der einen Taufe Anteil gab an seinem göttlichen Leben und daher seinen herrlichen Namen verlieh.
Laß uns alle, die wir diesen Namen Christi tragen, einträchtig sein im Bekenntnis unseres Herrn, dass ein Glaube im Denken, eine Liebe im Handeln uns eine.
Mach herzenseins, die Du mit dem einen himmlischen Brote nährst, eines Geistes, die Du zum einen Mahl der Herrlichkeit berufen!
Ja, laß uns alle, die wir “Unser Vater!” rufen, eine Herde sein, die dem einen Hirten und Führer der Seelen folgt, Jesus Christus, unserm Herrn.
Amen.
Max Josef Metzger, 1887-1944, röm-kath., Märtyrer der Nazizeit.

Jemand muss zu Hause sein, Herr, wenn du kommst.
Jemand muss dich erwarten,
unten am Fluss vor der Stadt.
Jemand muss nach dir Ausschau halten, Tag und Nacht.
Wer weiß denn, wann du kommst?
Herr, jemand muss dich kommen sehen
durch die Gitter seines Hauses, durch die Gitter -
durch die Gitter deiner Worte, deiner Werke -
durch die Gitter der Geschichte,
durch die Gitter des Geschehens
immer jetzt und heute in der Welt.
Jemand muss wachen unten an der Brücke,
um deine Ankunft zu melden,
Herr, du kommst ja doch in der Nacht wie ein Dieb.
Wachen ist unser Dienst, wachen.
Auch für die Welt.
Sie ist oft so leichtsinnig, läuft draußen herum
und nachts ist sie auch nicht zu Hause.
Denkt sie daran, dass du kommst?
Dass du ihr Herr bist und sicher kommst?
Jemand muss es glauben, zu Hause sein um Mitternacht,
um dir das Tor zu öffnen und dich einzulassen,
wo du immer kommst.
Herr, durch meine Türe kommst du in die Welt
und durch mein Herz zum Menschen.
Was glaubst du, täten wir sonst?
Wir bleiben, weil wir glauben.
Zu glauben und zu bleiben sind wir da,
draußen am Rand der Stadt.
Herr, jemand muss dich aushalten,
dich ertragen, ohne davonzulaufen.
Deine Abwesenheit aushalten,
ohne an deinem Kommen zu zweifeln.
Dein Schweigen aushalten und trotzdem singen.
Dein Leiden, deinen Tod mitaushalten und daraus leben.
Das muss immer jemand tun mit allen anderen und für sie.
Und jemand muss singen, Herr, wenn du kommst!
Das ist unser Dienst: Dich kommen sehen und singen.
Weil du Gott bist.
Weil du die großen Werke tust, die keiner wirkt als du.
Und weil du herrlich bist und wunderbar wie keiner.
Komm, Herr!
Hinter unsern Mauern unten am Fluss wartet die Stadt auf dich.
Amen.
Silja Walter

Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir!
Sei gegrüßt, der geheimnisvolle Ratschluss ist dir anvertraut;
sei gegrüßt, Vertrauende, da es des Schweigens bedarf.
Sei gegrüßt, der Wunder Christi bist du der Anbeginn;
sei gegrüßt, der Inbegriff von allen seinen Lehren bist du.
Sei gegrüßt, unsere Brücke von der Erde zum Himmelreich.
Sei gegrüßt, von den Engeln wieder und wieder erwogenes Wunder;
sei gegrüßt, du für die Widersacher heillose Wunde.
Sei gegrüßt, empfangen hast du unsagbar das Licht;
sei gegrüßt, niemanden hast du gelehrt, wie solches geschieht.
Sei gegrüßt, die der Weisen Weisheit übertrifft;
sei gegrüßt, die der Gläubigen Glauben vertieft.
Sei gegrüßt, du jungfräuliche Mutter!
Aus dem Hymnus Akathisthos der orthodoxen Kirche-
nach dem Engelgruß an Maria (Lk.1,28)

Komm, Heiliger Geist!
Komm Tröster, Fürsprecher, wenn die verheißenen Wunderzeichen Himmel und Erde erschüttern.
Komm, Du Zungenlöser, Du Herzvereiner. Leibe wieder zusammen die zertrümmerte Schöpfung mit Christus, dem Haupt. Komm, Du Finger Gottes, gewaltig das Wüste zu ordnen und das Reich Gottes endlich kommen zu lassen auf diese Erde.
Erschüttere die Erde, die so gar sicher und unfruchtbar kreist, dass sie endlich aufbreche zu der verheißenen Geburt. Komm, Arche Gottes.
Es steigt die große Flut der Zeiten.
Berge uns in den letzten Stürmen. Führe uns sicher zum Ararat der neuen Erde. Komm, dreifaltig strahlender Blitz. Zerreiß den Himmel, den unsere vermessene Hand verschlossen hat.
Schwebe hernieder, lass uns wieder hören des Vaters Stimme, die sich so lange vor uns verborgen hat. Komm! Berufe, sammle, erleuchte, heilige wieder die Gemeinde!
Paul Schütz (aus einem Hymnus zu Pfingsten)

