Einheit der Christen

Diese Seiten stellen grundlegende Informationen zum Thema Einheit der Christen zur Verfügung.

Verantwortet wird diese Seite von Christen verschiedener Konfessionen und Kirchen.
Als jeweils aktueller Beitrag ist hier auch die vierteljährig erscheinende ökumenische Zeitschrift Quatemberbote zu finden.

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JL2014

Monatsspruch – April 2014

Eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden. Joh. 16,20

April2014

Aus aktuellem Anlass
Eine Video-Grussbtschaft von Papst Franziskus an eine Konferenz der Pfingstkirchen, von Herz zu Herz ein Aufruf zur Einheit.

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Einführung

Einheits-Gebet (Elf-Uhr-Gebet)

Michael Decker

Dieses Einheitsgebet hat viele Menschen – einzelne und Gemeinschaften – durch das letzte Jahrhundert begleitet. Als im Jahr 1908 Brüder vom gemeinsamen Leben ein stilles Haus in der Altstadt von Zürich bezogen, übte der Vorsteher der kleinen Gemeinschaft, Gotthilf Haug, eine Gebetsweise, aus der später dieses heute weitverbreitete Elfuhrgebet wurde.

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60 Jahre Ökumenischer Christusdienst

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Drei Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg – also vor 60 Jahren – haben Br. Eugen Belz, Otto Siegfried von Bibra, Klaus Hess und Paul Riedinger eine kleine Schrift und einen Aufruf herausgegeben. Beide trugen den Titel: Oekumenischer Christusdienst.

Im Vorwort schrieb Klaus Hess:

„Es ist uns immer klarer und beschämender unter dem Ruf Gottes bewusst geworden, dass seine heilige Liebe – in Christus Jesus Mensch und Opfer geworden – zugleich die eine unteilbare Wahrheit ist. Ohne Umkehr und Rückkehr zu der heiligen Liebe Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und damit zueinander ist keine Heilung unserer Schäden möglich, welcher Kirche, welchem Volke, welchem Stand und Beruf wir auch angehören.”

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Bußgebet

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Das nachfolgende Bußgebet möge eine Anregung und Hilfe sein zu einem umfassenden Gebetsdienst im Sinne des Oekumenischen Christusdienstes. Vor Gott stehen und sich beugen, um so die Last und Schuld des ganzen Gottesvolkes durch alle Zeiten hindurch Ihm zu bringen, hat seinen Ursprung bereits im Alten Bund. Die Propheten Jesaja, Jeremia, Hesekiel, Daniel stellten sich wie Mose in den Riss. Die Beter der Psalmen gaben der Not der Menschen unter Schmerzen, leise und laut, eine Sprache in der Hoffnung auf Gottes Antwort. Die vielen Gotteszeugen unserer Tage tragen das „Herr, erbarme dich”, den Kyrieruf der Christenheit, bis an die Enden der Erde. Und der Schrei Jesu am Kreuz „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun”, erschüttert und öffnet still, verborgen und unbekannt die Herzen zu einem beständigen, bußfertigen Gebetsdienst – dies angesichts wachsender Gottesferne unserer Tage, gar völliger Abkehr von Ihm und seiner Liebe zu allen Menschen und angesichts der Zerstörung der ganzen Schöpfung:

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Editorial

„Seht auf!” – die Heilung des Bartimäus  (Mk 10,46ff)

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Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem. Er wird von einer straßenfüllenden Menschenmenge in Jericho begleitet. Die einzelnen Begegnungen mit Menschen fließen nun zu einem Menschenstrom zusammen, fast hat man den Eindruck, dass Jesus darin untergeht. Die Menschen sehen Jesus nicht, wissen ihn aber in ihrer Mitte. Wie die Wolke der Zeugen, in der jeder Einzelne einer Spur folgend seine eigenen Schritte findet. Die Heilsgeschichte beschleunigt. Golgatha rückt näher.

Seht auf!

Seht auf – wie der Blinde Bartimäus

Bartimäus nimmt das Geschehen auch wahr. Er sieht nichts, doch sind seine anderen Sinne geschärft. Seine innere Wahrnehmungsrichtung verläuft als Sitzender jetzt aufwärts. Herauf aus seinen körperlichen Fesseln zielt sein innerer Blick nun voller Sehnsucht und Hoffnung auf Jesus – alles von ihm erwartend. Bartimäus erkennt seine einmalige Chance und riskiert eine Blamage. Er scheint nicht abzuwägen und peinliche Konsequenzen in Betracht zu ziehen, im Gegenteil: Er schreit. Sein inneres Aufsehen zu Jesus wird zu einem äußeren Glaubensruf.

Die Menge ist irritiert über den Störenfried, der sich nicht dem kollektiven Empfinden unterordnet und scheinbar nicht versteht, dass hier etwas Großes im Gange ist.

Doch: Jesus bleibt stehen! Dieser kleine Satz spiegelt den Wendepunkt der Erzählung wider. Es scheint als würde Jesus plötzlich seinen Heilsweg unterbrechen. Wozu auf die Störung des Blinden eingehen? Warum bleibt Jesus auf diesem für die Heilsgeschichte so entscheidenden Weg stehen? Ist es tatsächlich „nur”, um einem Blinden das Augenlicht zurückzugeben? Die Erlösung wäre doch auch für Bartimäus als Blinden geschehen! Jesus beantwortet jedoch das Rufen von Bartimäus mit einem Rufen nach ihm selbst. So kommt für Bartimäus nach dem Aufsehen nun das Aufstehen.

Seht auf – wie Jesus

In der Szene verblassen nun die beeindruckenden, menschlichen Größenordnungen der sich zuspitzenden Heilsbewegung. Vielleicht wird es jetzt still um Jesus.
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Premiere in Ottmaring

Ich hatte schon viel vom Ökumenischen Christusdienst gehört und die Einheit der Christen ist meine Herzenssache. Aber am Wochenende des 2. Advents war ich zusammen mit meiner Frau erstmals in Ottmaring – meine Premiere. Ich machte eine beglückende Entdeckung: Viele Menschen, die mit dem Einheitsgebet leben. Ich gehöre zu ihnen.

Beim Begrüßungsabend konnten wir  auch äußern, was uns schmerzt. Nicht wenige nannten die spürbare Distanz vom Glauben in unserer Gesellschaft. Diesen Schmerz nahm das Thema der Tagung auf: „Von der Liebe und dem Leiden Gottes”.  Wir wurden eingeladen, einen „Perspektivwechsel” zu vollziehen, nämlich von unserem Schmerz hin zum Schmerz Gottes. Ich streckte meine Hände aus den ganzen Tag zu einem Volk, das mich ins Angesicht kränkt, sagt Gott in Jes 65. Der Raum in der Mitte der Bruderschaftskapelle in Ottmaring symbolisiert ja den anwesenden Gott.

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Konzilsgebet

anlässlich der ersten Sitzung des Konzils von Ferrara von 1438, bei dem versucht wurde, die Kirchen des Ostens und des Westens wieder zu vereinigen. 1439 wurde ein Einigungsdokument unterzeichnet, in dem die römische Kirche den Zusammenschluss mit einigen kleineren östlichen Kirchen – der armenischen, maronitischen,  nestorianischen und jakobitischen –   vereinbarte. Bemühungen, ein Abkommen mit der gesamten Ostkirche zu erreichen, schlugen hingegen fehl und wurden 1472 von einer Synode in Konstantinopel offiziell abgelehnt.

O GOTT,

Du Erlöser, lass uns schauen jenen Tag, an dem wir Dir den Sieges- und Freudengesang anstimmen, vereint in einem Geist, in einer Melodie, in einer Harmonie, und unter Dir, als dem einen Haupte leben, weben und atmen, das gleiche fühlen, das gleiche reden, einander das gleiche sind.

O KÖNIG CHRISTUS,

wir wollen und wünschen uns Dich als alleinigen Herrscher, durch dessen kostbares Blut wir erlöst sind, der Du Dich für uns, als wir verkauft waren unter die Sünde, als Lösegeld gegeben und uns befreit hast. Mache selbst uns Dir zur einigen Herde, dulde nicht, dass die Deinen gespalten seien; verstoße nicht die, welche sich gegenseitig bekämpfen. Noch weniger aber mögest Du die einen verstoßen und der anderen Dich annehmen; denn für alle hast Du Dich hingegeben, allen ist Dein vergossenes kostbares Blut zum Bad der Wiedergeburt geworden; schenke allen das gleiche Maß Deiner Liebe; hilf uns allen zugleich und ziehe uns hin zu Dir, der Du uns für Dich als ein und dasselbe Ziel bestimmt hast, in gegenseitiger Entsprechung und Verbindung; und dulde nicht, dass  wir einander ferner fremd seien, wodurch notwendig auch die andern das Ziel verfehlen.

O HEILIGER GEIST,

Du Quelle der Gnadengaben, Du Geist der Weisheit, Du Geist des Verstandes, Du Geist der Gottesfurcht, für den und mit dem unser Kampf ausgefochten wird; halte fern von uns jeden hochmütigen Gedanken, flöße aber ein in unser aller Herzen die Furcht Gottes; schenke uns Verstand und Weisheit, sei Du mit uns allen; mache kund die ganze Wahrheit, da Du doch nicht nur der Geist der Wahrheit bist und heißest, sondern es auch als Deine Aufgabe betrachtest, uns die ganze Wahrheit mitzuteilen durch die wahre, unveränderliche Stimme der Wahrheit.

O DREIEINIGER GOTT,

der Du alles hervorgebracht hast durch unaussprechliche Worte, der Du alles umfassest und vorhersiehst und lenkst. Dein Werk ist der Mensch. Das eigentliche Gut seiner Seele aber ist die Wahrheit … das Beste und Göttlichste von allem, was wir besitzen und besitzen werden.

Dieses Gut schenke uns. Lass die Wahrheit unter uns gegenwärtig sein und, wo sie erscheint, empfangen werden. Und vergib, wenn wir irgendwie, ohne es zu wollen, von ihr abweichen, zumal in dem, was Dich betrifft; denn Du bist nicht nur selbst unerforschlich und unergründlich, sondern auch die meisten von Deinen Geschöpfen sind es, die ja nur schwache Nachklänge, Schatten und Abbilder Deines göttlichen Urbildes sind. So neige Dich herab zu den Flehenden und leite sie auf dem Wege, der zu Dir führt, dem alleinigen wahren Gott. Und wie Du selbst drei Personen umfasst und doch die eine unendliche Wesenheit und Natur behältst, so mache auch uns ganz eins, obgleich wir vielerlei sind und von verschiedenen Nationen und dazu leider –  was der böse Feind gesät –  verschiedener Anschauung und verschiedenen Glaubens; nimm hinweg diese Verschiedenheit und mache uns ganz eins im Glauben an Dich und in der Auffassung von Dir, und lass nicht zu, dass irgend etwas uns daran hindere, eins zu sein und dasselbe zu denken, weder die Verschiedenheit der Nationen noch die Zahl und Vielheit der Individualitäten.

Das soll unser Gebet sein.

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