Einheit der Christen

Diese Seiten stellen grundlegende Informationen zum Thema Einheit der Christen zur Verfügung.

Verantwortet wird diese Seite von Christen verschiedener Konfessionen und Kirchen.
Als jeweils aktueller Beitrag ist hier auch die vierteljährig erscheinende ökumenische Zeitschrift Quatemberbote zu finden.

Die Printversion kann hier bestellt werden: Quatemberbote bestellen

Monatsspruch September 2017:
Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein.
Lk. 13,30

NEU

Die Broschüre zum Einheitsgebet mit dem Titel
„Einheitsgebet – Betrachtungen zu einem umfassenden Beten“
von Luitpold Schatz.

Neben 19 Artikeln aus dem Quatemberboten, die das Einheitsgebet erläutern, gibt es hier noch eine besondere und sehr ausführliche Ausarbeitung. Luitpold Schatz (1925 – 2014) hat sie als reife Frucht seines Lebens hinterlassen. 45 Betrachtungen zu einem umfassenden Beten einschl. einer Vielzahl von Anmerkungen sind da zu lesen. Sie sind aus einem jahrzehntelangen Beten als einer tiefen Begegnung mit Gott erwachsen. Damit wird ein unfassbarer Raum des betenden Staunens vor dem dreieinigen Gott eröffnet.

Alle  45 Betrachtungen sind hier veröffentlicht. Ebenso eine PDF-Datei zum Download.

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Zitat des Tages

Im Rückblick auf mein Leben merke ich, wie wichtig ein Wachstum des Gebetslebens ist. Wunscherfüllungen zu erbitten gehört in die Kinderstube des Betens.- Luitpold Schatz (1925 - 2014), Stuttgart-Weilimdorf
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Einführung

Einheits-Gebet (Elf-Uhr-Gebet)

Michael Decker

Dieses Einheitsgebet hat viele Menschen – einzelne und Gemeinschaften – durch das letzte Jahrhundert begleitet. Als im Jahr 1908 Brüder vom gemeinsamen Leben ein stilles Haus in der Altstadt von Zürich bezogen, übte der Vorsteher der kleinen Gemeinschaft, Gotthilf Haug, eine Gebetsweise, aus der später dieses heute weitverbreitete Elfuhrgebet wurde.

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60 Jahre Ökumenischer Christusdienst

oec-logo
Drei Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg – also vor 60 Jahren – haben Br. Eugen Belz, Otto Siegfried von Bibra, Klaus Hess und Paul Riedinger eine kleine Schrift und einen Aufruf herausgegeben. Beide trugen den Titel: Oekumenischer Christusdienst.

Im Vorwort schrieb Klaus Hess:

„Es ist uns immer klarer und beschämender unter dem Ruf Gottes bewusst geworden, dass seine heilige Liebe – in Christus Jesus Mensch und Opfer geworden – zugleich die eine unteilbare Wahrheit ist. Ohne Umkehr und Rückkehr zu der heiligen Liebe Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und damit zueinander ist keine Heilung unserer Schäden möglich, welcher Kirche, welchem Volke, welchem Stand und Beruf wir auch angehören.“

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Bußgebet

geb16
Das nachfolgende Bußgebet möge eine Anregung und Hilfe sein zu einem umfassenden Gebetsdienst im Sinne des Oekumenischen Christusdienstes. Vor Gott stehen und sich beugen, um so die Last und Schuld des ganzen Gottesvolkes durch alle Zeiten hindurch Ihm zu bringen, hat seinen Ursprung bereits im Alten Bund. Die Propheten Jesaja, Jeremia, Hesekiel, Daniel stellten sich wie Mose in den Riss. Die Beter der Psalmen gaben der Not der Menschen unter Schmerzen, leise und laut, eine Sprache in der Hoffnung auf Gottes Antwort. Die vielen Gotteszeugen unserer Tage tragen das „Herr, erbarme dich“, den Kyrieruf der Christenheit, bis an die Enden der Erde. Und der Schrei Jesu am Kreuz „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“, erschüttert und öffnet still, verborgen und unbekannt die Herzen zu einem beständigen, bußfertigen Gebetsdienst – dies angesichts wachsender Gottesferne unserer Tage, gar völliger Abkehr von Ihm und seiner Liebe zu allen Menschen und angesichts der Zerstörung der ganzen Schöpfung:

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90 Sekunden Hardfacts mit Johannes Hartl​….

sind kleine 90 Sekunden-Videos zu vielen aktuellen Themen. Kleine Appetithäppchen die Lust auf mehr machen sollen und gleichzeitig Antworten geben, die zum Nachdenken anregen. Die Frage: „Was bedeutet das Gebetshauskreuz“ ist deshalb interessant, weil ein Kreuz eben ein Kreuz ist und man sich oft keine Gedanken darüber macht ob oder was es bedeutet. Es ist halt da, jedenfalls in einem besonderen Raum für Gebet oder Gottesdienst. Als Christ hat man sich ja den Anblick eines Kreuzes gewöhnt. Wäre es aber nicht da, würden wir es auch vermissen? Oder….

Diese Hardfacts-Videos und auch viele andere vom Gebetshaus Augsburg findet man übrigens hier

Wir wurden vor einiger Zeit auf dieses Interview (ca. 25 Min.) aufmerksam:

Diffuses Gottesbild – Ursache der Glaubenskrise? | 11.03.2017 · 25:37 min

Ein Augenöffner über das Zentrum unseres Glaubens, nicht nur aus katholischer Sicht.

45. BETRACHTUNG – Dass der Wille des Vaters wie im Himmel so auf Erden geschehe

Das Einheitsgebet schließt mit einem Satz aus dem Vaterunser. Trotz dieser gewohnten Formel lohnt es sich, den Inhalt mit seinem Hintergrund genauer anzuschauen. Es dünkt mir nämlich, es werde mit dem Willen Gottes zu sehr eine irdische Vorstellung verbunden. Menschlich zeigt sich der Wille als Anfangsimpuls einer Tat. Der göttliche Wille hingegen ist eine Substanz des allmächtigen Gottes, die man vielleicht als Außenseite seines Wesens bezeichnen dürfte. Diese Außenseite befiehlt nicht, sondern strahlt ab und gebiert alles Existierende. Da sind einbezogen die Welten des Mikro- und Makrokosmos. Diese Abstrahlung zeigt sich mit der Schöpfung identisch und hauptsächlich mit deren Vollendung. Man könnte demgemäß auch nach der Innenseite solcher Strahlung forschen, die nach meiner Erkenntnis die Liebe ist.

In Jak 1,16-18 finden wir diesbezüglich wunderbare Aussagen: Irret euch nicht, liebe Brüder, lauter gute Gabe und lauter vollkommenes Geschenk kommt von oben herab, vom Vater der Himmelslichter, bei dem keine Veränderung und keine zeitweilige Verdunkelung stattfindet. Aus freiem Liebeswillen hat er uns durch das Wort der Wahrheit ins Dasein gerufen, damit wir die Erstlingsfrucht unter seinen Geschöpfen wären.

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44. BETRACHTUNG – Zu unserem ganzen Heil in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Spätestens mit der Frage nach der Zukunft wird jeder verantwortlich denkende Mensch unsicher, weil künftiges Geschehen von enorm vielen Wirklichkeiten beeinflusst wird, die unbekannt sind. So gibt es in der Menschheitsgeschichte immer neue Spekulationen, vor denen sich nicht einmal das Christentum scheut.

Nach dem Zeugnis der Bibel steht für die Zukunft ein einziger dominierender Begriff: Reich Gottes. Jesu Botschaft zentriert sich förmlich darauf. Nun gibt es dabei ein Verstehensproblem, weil die Menschheit unter „Reich“ sich immer schon ein fest umgrenztes Gebiet (siehe Paradies) vorstellte. Für Deutschland gab es lange die Bezeichnung „Deutsches Reich“. Für mich steht hinter dem Begriff „Reich Gottes“ das genaue Gegenteil, nämlich die grenzenlose, ewige, vollendende Herrschaft Gottes. Zu solchem Denken verführt der biblische Begriff sowohl im AT als auch im NT (Basileia), so dass ich „Herrschaft Gottes“ als den stimmigeren Begriff empfinde. Übrigens kennt die englische Sprache für Reich nur „Empire“ oder „Kingdom“, ist also schwerpunktmäßig auf den Herrscher bezogen. Im Lateinischen gilt dasselbe: Imperium ist die Herrschaft des Imperators. Manche werden sagen: Letztlich läuft das auf dasselbe hinaus.

Dem will ich mit Freuden widerstehen, weil des Menschen Zukunft damit zusammenhängt.

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43. BETRACHTUNG – Zu unserem ganzen Heil in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Der Umgang Jesu mit seinen Jüngern ist in seiner Schlichtheit unüberbietbar. Er hält keine Vorträge, was das Gestern und Morgen betrifft. So steht in seinen Worten zu Petrus gem. Lk 12,42ff: Wie ein großes Ding ist’s um einen treuen und klugen Haushalter, den der Herr setzt über sein Gesinde, dass er ihnen zu rechter Zeit ihre Gebühr gebe. Selig ist der Knecht, den sein Herr findet also tun, wenn er kommt. Wahrlich ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen. Treue und Klugheit sind dabei das vorhandene Kapital, um seine Gegenwart bewältigen zu können. Indem er sie bewältigt, baut er seine Zukunft, ohne deren Einzelheiten zu kennen. Da wird der gegenwärtige Augenblick zur Nahtstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft. Er ist Zeit der Rechenschaft und Zeit der Entscheidung. Sein ganzes Heil braucht der Mensch an dieser Stelle besonders, will er nicht einem Selbstbetrug verfallen. In der Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott wird das Leben sonnengleich und damit unkompliziert, so wie der Glanz der untergehenden Sonne den vergehenden Tag zur Ruhe schickt. Die gleiche Sonne ruft mit ihrem hellen Licht den neuen Tag hervor und das als gültiges Gesetz der Weltgeschichte. Unser täglich Brot gib uns heute – nicht morgen, aber morgen wieder heute.

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