Einheit der Christen

Diese Seiten stellen grundlegende Informationen zum Thema Einheit der Christen zur Verfügung.

Verantwortet wird diese Seite von Christen verschiedener Konfessionen und Kirchen.
Als jeweils aktueller Beitrag ist hier auch die vierteljährig erscheinende ökumenische Zeitschrift Quatemberbote zu finden.

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Februar2015

Monatsspruch Februar 2015:
Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.
Röm. 1,16

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Einführung

Einheits-Gebet (Elf-Uhr-Gebet)

Michael Decker

Dieses Einheitsgebet hat viele Menschen – einzelne und Gemeinschaften – durch das letzte Jahrhundert begleitet. Als im Jahr 1908 Brüder vom gemeinsamen Leben ein stilles Haus in der Altstadt von Zürich bezogen, übte der Vorsteher der kleinen Gemeinschaft, Gotthilf Haug, eine Gebetsweise, aus der später dieses heute weitverbreitete Elfuhrgebet wurde.

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60 Jahre Ökumenischer Christusdienst

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Drei Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg – also vor 60 Jahren – haben Br. Eugen Belz, Otto Siegfried von Bibra, Klaus Hess und Paul Riedinger eine kleine Schrift und einen Aufruf herausgegeben. Beide trugen den Titel: Oekumenischer Christusdienst.

Im Vorwort schrieb Klaus Hess:

„Es ist uns immer klarer und beschämender unter dem Ruf Gottes bewusst geworden, dass seine heilige Liebe – in Christus Jesus Mensch und Opfer geworden – zugleich die eine unteilbare Wahrheit ist. Ohne Umkehr und Rückkehr zu der heiligen Liebe Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und damit zueinander ist keine Heilung unserer Schäden möglich, welcher Kirche, welchem Volke, welchem Stand und Beruf wir auch angehören.”

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Bußgebet

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Das nachfolgende Bußgebet möge eine Anregung und Hilfe sein zu einem umfassenden Gebetsdienst im Sinne des Oekumenischen Christusdienstes. Vor Gott stehen und sich beugen, um so die Last und Schuld des ganzen Gottesvolkes durch alle Zeiten hindurch Ihm zu bringen, hat seinen Ursprung bereits im Alten Bund. Die Propheten Jesaja, Jeremia, Hesekiel, Daniel stellten sich wie Mose in den Riss. Die Beter der Psalmen gaben der Not der Menschen unter Schmerzen, leise und laut, eine Sprache in der Hoffnung auf Gottes Antwort. Die vielen Gotteszeugen unserer Tage tragen das „Herr, erbarme dich”, den Kyrieruf der Christenheit, bis an die Enden der Erde. Und der Schrei Jesu am Kreuz „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun”, erschüttert und öffnet still, verborgen und unbekannt die Herzen zu einem beständigen, bußfertigen Gebetsdienst – dies angesichts wachsender Gottesferne unserer Tage, gar völliger Abkehr von Ihm und seiner Liebe zu allen Menschen und angesichts der Zerstörung der ganzen Schöpfung:

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MEHR2015 – Die Gottesfurcht als Lebensquell entdecken!

Benjamin Rennert/kath.net
Bei der MEHR-Konferenz des Gebetshauses Augsburg hörten viele Christen zeugnishafte Glaubensverkündigung kombiniert, mit tiefgehender theologischer Lehre.

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Unter dem Titel „Seht, ich tue etwas Neues (Jesaja 43,19)“ fand in Augsburg vom 3.-6. Januar die MEHR2015-Konferenz statt. Die „MEHR“ ist ein vom Gebetshaus in Augsburg initiiertes jährliches Treffen von Christen aller Konfessionen, die gemeinsam beten und in Lobpreis und Fürbitte „mehr von Gott“ erfahren möchten. Grundlegend dabei ist eine Überzeugung, die sich in einer wachsenden, weltweiten Bewegung von Gebetshäusern Ausdruck schafft: Dass Gott es wert ist, rund um die Uhr in Lied und Gebet angebetet und verherrlicht zu werden, und: Dass dieser Dienst für den Verkündigungsauftrag der Kirche in dieser Zeit lebenswichtig ist. Der Augsburger Gebetshausleiter und katholische Theologe Dr. Johannes Hartl unterstrich dies mit den Worten: „Wo es im Neuen Testament um die Effektivität der Jünger Christi geht, ist immer von Gebet die Rede.“

Mit über 4500 Teilnehmern und mindestens 10 000 Zuschauern am Webstream war die Konferenz in diesem Jahr größer denn je. In den Programmpunkten kamen wie schon in den vergangenen Jahren diejenigen Elemente zum Tragen, die das Augsburger Gebetshaus charakterisieren und seit seiner Gründung 2005 für immer mehr Christen in Deutschland zu einer geistlichen „Tankstelle“ machen:

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  • Eine aus der Liebe zu Gott erwachsende Begeisterung für das Gebet; gepaart mit einem eigenen energischen Stil von Lobpreis, der von leidenschaftlichen und exzellenten jungen Musikern kultiviert wird;
  • die Kopplung von zeugnishafter Glaubensverkündigung mit tiefgehender theologischer Lehre;
  • die Reflexion der „Zeichen der Zeit“: Wo steht die Kirche, wo steht das Christentum in Deutschland und Europa – was ist das größere Bild, an dem wir als Gläubige mitarbeiten, und wie können wir das tun?

All dies fand auf internationaler wie interkonfessioneller Basis statt: Hunderte Teilnehmer reisten vor allem aus osteuropäischen Ländern an, und es gab neben katholischen auch lutherische Gottesdienste. Als Referenten waren neben Dr. Johannes Hartl unter anderem anwesend: Der Bischof von Augsburg Dr. Konrad Zdarsa; Allen Hood, Direktor der “IHOP University” und Theologe (M. Div., Asbury Theological Seminary); P. Karl Wallner, Zisterziensermönch und Rektor der päpstlichen Hochschule für Theologie Heiligenkreuz.

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Editorial

Für das Ganze

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Mehrfach begegnen uns diese drei Worte in dieser Ausgabe. Wir haben unseren Blick im zurückliegenden Jahr unter den Stichworten „Seht auf”, „Seht ihn”, „Seht hin” immer wieder auf Jesus gerichtet. Wir bekennen ihn als den Christus, den von Gott für das Heil der ganzen Welt Gesandten. In der Begegnung mit ihm sind wir eingeladen, unsere Perspektiven und Erwartungen aufsprengen und weiten zu lassen: von unseren persönlichen Bedürfnissen nach Heilung und Sinn hin zu seiner Sehnsucht nach allen; von unseren Vorstellungen von Effektivität hin zu seiner Liebe, die den Weg des Leidens wählt.
Wir sollen Anteil bekommen an seinem Leben, Lieben und Leiden für das Ganze.

Im ersten Beitrag geht es um verborgene Wegführungen, im zweiten um Lernerfahrungen durch Erlebnisse des Scheiterns. Der dritte Artikel greift die Berufung der Kirche als Ganzes auf.

Vom verborgenen Leben und Leiden mit Gott für das Ganze

Michael Decker

Unvergesslich ist mir ein Satz von Jakob Schelker im Nidelbad (Schweizerischer Diakonieverein) aus den 1990er Jahren. Vater Direktor, wie wir ihn respektvoll nannten, sagte einmal: „Wenn es in der Zeitung steht, ist es schon verdorben…!” – Ich brauchte eine Weile, bis ich verstand, was er meinte: Es gibt geistliche Vorgänge und geheimnisvolle Wirklichkeiten des Reiches Gottes, die vertragen keine Öffentlichkeit.

Diese Behauptung widerspricht einer heute weitverbreiteten Meinung. Auch Christen meinen oft: Das Leben mit Gott muss unter die Menschen gebracht und öffentlich bezeugt werden. Wir müssen Gott die Ehre geben, indem wir vor den Leuten Rechenschaft ablegen für die Hoffnung und Erfahrungskraft unseres Glaubens. „Jeder Christ ein Missionar!” heißt es manchmal. Denn: Nur das existiert, was öffentlich wird, was die Leute sehen und bemerken. Wer keine Rolle spielt, spielt auch keine Rolle.

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Aus Momenten des Scheiterns lernen

Ignatius von Loyola

Ignatius-Loyola

Am Anfang seiner Bekehrung schien für Ínigo, der sich später Ignatius nannte, alles klar zu sein. Beim Gedanken, nach Jerusalem zu pilgern und fortan ein strenges Büßerleben zu führen, hatte er nachhaltige Zufriedenheit und Freude empfunden. Daraus meinte der Adlige von Loyola einen doppelten Schluss ziehen zu können: zum einen, dass Gott ihn in seinen Dienst gerufen habe, zum andern, dass Gottes Wille genau in dem bestehe, was ihm, Ínigo, durch den Kopf gegangen war, nämlich als Aszet im Heiligen Land zu leben. Nachdem er somit zu wissen glaubte, was er im Dienst Gottes zu tun hatte, wollte der Frischbekehrte sich durch nichts mehr davon abbringen lassen, seinen Plan, ins Heilige Land zu ziehen, in die Tat umzusetzen. Doch es sollte anders kommen, als ursprünglich vorgestellt.

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Vom inneren Dienst für das Ganze

Dr. Max Josef Metzger (1887 – 1944), Priester und leidenschaftlicher Ökumeniker, wurde unter dem Nazi-Regime hingerichtet. In der Todeszelle verfasste er gleichsam als Vermächtnis die „Theologischen Abhandlungen über das Königtum Christi”. Darin beschreibt er die Bestimmung der Kirche: Sie soll die Königsherrschaft Christi (er bezeichnet es auch gerne als die Königsherrschaft des Kyrios) bezeugen und in Erscheinung treten lassen. Da die Kirche in dieser Erdenzeit aber immer auch durch Schwachheit und Sünde gekennzeichnet ist, bedarf sie selber des Dienstes. Sie braucht einen Organismus im Inneren, der das große Ziel der Berufung für das Ganze wach und lebendig hält. Eine solche innere Wirklichkeit der Kirche tritt nicht in erster Linie durch praktische Aufgaben in Erscheinung. Sie wirkt durch ihr Dasein. Metzger beschreibt sie als „Orden der Zukunft”. Damit entwirft er nicht einen neuen, idealen Orden. Vielmehr versucht er in Worte zu fassen, was er als innerstes Wesen der Kirche geschaut hat.

Max_Josef_Metzger

Wir drucken im Folgenden Auszüge aus seinem Text ab:

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